Projekt

Mehr als achtzig Prozent der Konsumgüter unterliegen geplanter Obsoleszenz, die dazu führt, dass die Nutzungsdauer weit vor der unter sonst gleichen Bedingungen möglichen endet. Die damit verbundenen Schadfolgen für Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft sind immens.

Damit Produkte besser werden, gibt es eine Vielzahl an diskutierten und erforschten Vorgehensweisen (z.B. EFQM, FMEA, TQM, Ökodesign, etc.). Das Projekt “EINS RICHTIG” stellt dem einen zirkulären Denkansatz gegenüber.

Wir denken von der Zukunft einer funktionierenden Kreislaufgesellschaft her. Wir wollen die Anforderungen an Produkt- und Geschäftsmodelle von der Idee bis zum Ende der maximal sinnvollen Stoffnutzung ermiiteln und zugrundelegen.

Im Projekt werden folgende Fragen gestellt und einer Antwort zugeführt:

  • Welche Anfangsbedingungen der Produktentwicklung sind festzulegen?
  • Welche Anforderungen sind an die Produktentwicklung aus Sicht einer Produktnutzung über eine lange Nutzungskaskade zu stellen?
  • Welche Anforderungen sind an die Produktentwicklungen aus Sicht einer Stoffnutzung über maximal mögliche Nutzungszyklen zu stellen?
  • Welche kreislaufkonformen Geschäftsmodelle sind aus Sicht einer Kreislaufgesellschaft zugrunde zu legen?
  • Welche kreislauforientierten Marktmodelle sind aus Sicht einer Kreislaufgesellschaft zugrunde zu legen?

Das Projekt “EINS RICHTIG” steht am Anfang. Zunächst geht es um Markt- und Literaturrecherchen, Ausarbeitung der Projektkonzeption und -planung, Gewinnung von Projektpartnern und Etablierung eines geeigneten Projektumfeldes.

Nach einer Auswertung bestehender Lösungsansätze mit den Partnern soll ein exemplarische Modell entwickelt werden, dass als Grundlage für kreislaufgeführte Geschäftsfeld- und Produktentwicklung genutzt werden kann.

Es sollen durch das disruptive Infragestellen von bestehenden Grundprinzipien innovative neue Verfahren nutzbar werden.

Einige der zugrundegelegten Prinzipien sind

  • Restriktive Vorgabe einer definierten Stoffdatenbank mit für mehrere Kreislaufnutzungen geeigneten Primärstoffen und Recyklaten (hoher Substituionsanteil)
  • Entwicklung eines konsequente modularen Konstruktionsprinzips (Baukasten)
  • partizipative und virtuelle Produktentwicklung
  • Verlagerung der Endfertigung zum Endkunden
  • Integration von nicht-monetären Märkten zur Nutzungsdauerverlängerung und -intensivierung
  • Integration von soziale getriebenen Distributionskanälen
  • Sozial-basiertes Marketing (from push to pull)
  • konsequente Rückführung der Stoffe durch Aufbereitung

Bei Interesse an weiteren Einzelheiten oder möglichen Projektkooperationen nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.